Gute & schlechte Knols
Knol setzt, im Vergleich zu z.B. Wikipedia, eher auf Quantität, als auf Qualität. Genauer gesagt spekuliert Google auf eine natürliche Qualität, die in Folge der Quantität auftritt. Doch wo einige gute Artikel zu erwarten sind, da tauchen auch schlechte auf. Doch was macht eigentlich einen guten und einen schlechten Knol aus und welcher Unterschied resultiert daraus?
Eine kurze Übersicht – kein Leitfaden! – über bessere und schlechtere Möglichkeiten, einen Knol zu verfassen.
Einen guten Knol...
...erkennt man nicht auf den ersten Blick. Ein guter Knol kann sich in unterschiedlichen Gewändern zeigen; es gibt nicht den einen guten Knol, sondern eine ganze Flotte an hochwertigen Artikeln.
Der erste Weg zu einem guten Knol führt über die richtige Vorbereitung. Sich über das Thema zu informieren gehört zu einem der essentiellen Schritte, bevor Sie einen Knol schreiben. Ein guter Knol hat genug Informationen, um das Grundbedürfnis an Wissen zu stillen, das zum Lesen eines Artikels anregt. Nachdem Sie sich festgelegt haben, welche Art von Thema (Informations-, Meinungs- oder Ratschlag-Knols) Sie behandeln möchten, sollten Sie sorgfältig recherchieren und die Eckpunkte Ihrer Motivation festlegen. Möchte ich dem Leser weiter helfen, will ich eine Meinung darlegen, oder vielleicht nur ein Kochrezept vorschlagen? Ein Rezept für Hirschragout benötigt i.d.R. keine Definition des „Hirsches“, während eine Informationssammlung über Hirsche gänzlich ohne „Ragout“ auskommt. Die größte Freiheit lässt Ihnen dagegen das Thema „Wie finde ich Hirsche?“, bei der Sie recht unvorbereitet zu schreiben beginnen können.
Ein guter Knol ist also klar definiert und konzentriert sich auf die wesentlichen Absichten. Weiterhin sind aber auch Struktur, Stil und Aufbau wichtig. Info-Knols empfehlen sich grundsätzlich mit einem übersichtlichen Inhaltsverzeichnis und thematisch logischer Reihenfolge und Abgrenzung. Finden Sie hier Ihren eigenen Stil und schaffen Sie so Wiedererkennungswert. Sehr lohnenswert ist die Aufmachung des Knols. Ein simpel aneinander gereihter Text wirkt deutlich unattraktiver, als eine durchdachte Aufteilung, die durch wenige Formatierungen (Fettschrift, Absätze, Menüpunkte und Überschriften) glänzen.
Ein weiteres Indiz für einen guten Knol ist die Sprache. Drücken Sie sich viel sagend, aber nicht überheblich aus. Versuchen Sie lieber etwas sachlicher, als zu emotional zu sein und verlaufen Sie sich nicht in abstrakten Satzbauten. Eine korrekte Rechtschreibung, samt Zeichensetzung, ist darüber hinaus äußerst wertvoll und empfehlenswert. Schreiben Sie Ihre Knols am besten in Textformatierungsprogrammen vor und nutzen Sie die Rechtschreibprüfung, die vor unnötigen Fehlern schützen kann.
Zu guter Letzt ist eine gute Verlinkung immer ein Indiz für ein sorgfältig erarbeiteten Artikel. Verlinken Sie sowohl Quellen, die Sie genutzt haben, als auch weitere, interessante oder weiterführende Artikel. Schließlich empfiehlt es sich immer, den Knol noch einmal laut vorzulesen, um herauszufinden, wie sich der Knol liest.
Ein schlechter Knol...
... kann ebenso vielseitig, wie ein guter sein. Prinzipiell kann man immer mehr Fehler machen, als man vorher denkt. Informieren Sie sich stets gut und schreiben Sie nicht einfach wild drauf her. Überlegen Sie sich dazu eine logische Struktur. Viele Artikel wiederholen sich zeitweise und gehen in mehreren Absätzen auf ein und dasselbe Thema ein. Führen Sie ihre logische Abgrenzung ebenso strikt „auf dem Papier“ fort. Tipp: Kurze Stichpunkte mit Zettel und Stift festzuhalten, hilft oft, die Struktur zu optimieren.
Verzichten Sie auf zu radikale Meinungen und seien Sie offen für die Gegenmeinung. Sinnvolle Diskussionen und überzeugende Darlegungen basieren nur selten auf emotionale Ausbrüchen. Überzeugen Sie durch Logik und Sachlichkeit!
Verzichten Sie dabei auch nicht auf die Textformatierung. Stellen Sie ihre Kernthesen heraus und nutzen Sie dabei geschickt den Texteditor von Knol.
Übrigens: Kopieren bringt nichts! Knol zeichnet automatisch auf, ob Teile des Textes bereits im Internet zu finden sind. Besonders das stumpfe Kopieren von Wikipedia-Artikeln ist ein absolutes No-Go!
Ein guter Knol zum Thema, allerdings auf Englisch, ist hier zu finden!



Gute / Schlechte Artikel


